Volle Kostenerstattung von Hörgeräten durch die Krankenkasse

Themenbereich: Sozialrecht
 
Viele Menschen, die auf ein Hörgerät angewiesen sind, entscheiden sich für ein modernes digitales Gerät. Dieses ist zwar in der Regel teurer, jedoch den analogen Geräten technisch überlegen. Oft übernehmen in solchen Fällen die Krankenkassen nicht die vollen Kosten, sondern zahlen nur den sogenannten Festbetrag.
 

Das Bundessozialgericht hat nun entschieden, dass die Krankenkasse für die medizinisch notwendige Versorgung eines nahezu ertaubten Versicherten mit einem digitalen Hörgerät über den bereits übernommenen Festbetrag hinaus die vollen Kosten des Hörgeräts zu tragen hat. Zum Ausgleich von Hörbehinderungen haben die Krankenkassen für die Versorgung mit solchen Hörgeräten aufzukommen, die nach dem Stand der Medizintechnik die bestmögliche Angleichung an das Hörvermögen Gesunder erlauben und gegenüber anderen Hörhilfen erhebliche Gebrauchsvorteile im Alltagsleben bieten. Daran müssen auch die Festbeträge für Hörgeräte ausgerichtet sein. (Bundessozialgericht, Urteil vom 17.12.2009, Az.: B 3 KR 20/08 R)

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